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Elektromobilität - Ladekarten


 

Charge-a-fuelSchnelllader, verwirrendes Zusammenspiel

  • Karten und Anbieter

Wie bereits bei VW e-up! beschrieben, kommt man als VW Kunde theoretisch mit der VW Ladekarte aus. Dieses wäre uns aber zu riskant. Wichtig ist auf jeden Fall die kostenlose App Charge & Fuel zu laden (auch für nicht VW Kunden), da man an manchen Säulen den Ladevorgang nicht per Karte, sondern nur mit der App starten kann. Eine wichtige Erfahrung haben wir beispielsweise in Nordhorn an einer Ladesäule gemacht, die zum nvb-Verbund gehört. Da diese Ladesäule aber auch zum ladenetz.de gehören, kann man mit der VW Karte dort auch Strom bekommen.

Zahlreiche Anbieter

Charge & Fuel Card

Um das Laden unterwegs so einfach und günstig wie möglich zu gestalten, bietet die Volkswagen Leasing GmbH für alle Elektro- und Plug-In-Hybridmodelle der Marken Volkswagen und Audi in Deutschland die Charge & Fuel Card an. Geladen wird dabei zum transparenten Einheitspreis von 11,90 Euro brutto die Stunde für Gleichstrom (DC) bzw. 0,95 Euro brutto pro Stunde für Wechselstrom (AC) bei minutengenauer Abrechnung.

Wichtig ist: mit einem e-up! lädt man langsam, mit dem VW e-Golf schnell (50 kWh-Lader).

Zudem ist an über 10.800 Tankstellen nicht nur der Bezug von Kraftstoff möglich, sondern auch die Inanspruchnahme weiterer fahrzeugspezifischer Leistungen, wie etwa Wagenwäschen. Eine Grundgebühr gibt es nicht. Abgerechnet wird über eine monatliche Sammelrechnung. An den derzeit nahezu 4.000 Ladepunkten wird überwiegend CO2-frei gewonnener Strom angeboten. Die Ladesäulen können über die Charge & Fuel App lokalisiert werden. Das Starten des Ladevorgangs muss an bestimmten Ladesäulen alternativ zur Charge & Fuel Card ebenfalls via App gestartet werden.

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newMotion -- mit gutem Gewissen "ins Grüne"

neweMotion karte-ladesaeule 640Eine weitere relevante App ist auf jeden Fall "newMotion". Über diese App können zahlreiche Ladesäulen benutzt werden. NewMotion gibt auch einen geschätzten Preis an. Wichtig: An manchen Ladestationen werden zusätzlich zu den Strom- auch Parkkosten fällig. Wer also denkt: ich parke hier günstig, lade für ein paar Euro Strom und bleibe dort zwei Tage lang kostenlos stehen, bekommt eine gesalzen Rechnung.

Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Kosten an einem Schnelllader etwa drei Mal höher als bei einem 22kW-Lader sind. Auch etwas undurchsichtig. Einige Ladevorgänge konnten via newMotion aktiviert werden und wurden auch im "Verlauf Ladevorgänge" angezeigt. Nicht aber von Ladesäulen, die zwar zum Verbund gehören, aber nicht direkt von newMotion betrieben werden. Da wird vermutlich auch auf uns noch eine Rechnung zu kommen…

PlugSurfing

Auch den Ladeschlüssel von PlugSurfing haben wir für knapp 10 Euro geordert. Denn mal ehrlich: natürlich ärgert man sich, wenn man für eine kW Stunde deutlich mehr bezahlt als zu Hause - noch unangenehmer ist aber, wenn man tatsächlich liegen bleibt. Denn nach Murphys Gesetz wird vermutlich dann auch keine oder nur eine sehr langsame Ladestation vorhanden sein.

Lokale Anbieter

stadtwerke schuettorf 350Auch die lokalen Stromanbieter (Stadtwerke) haben erkannt, dass man über die Elektromobilität Kunden gewinnen kann. Sie bieten oft eine Flat-Rate an: also zahlt man zwischen 6 bis 10 Euro pro Monat und kann sooft Strom laden wie man will. Dazu ist es aber wichtig, dass man meist diesen Strom direkt von den Stadtwerken (bei uns Emsbüren / Schüttorf) lädt und nur in Ausnahmefällen mal bei einem anderen Anbieter seinen Strom bezieht, der auch über netzkarte.de (z.B. Nordhorn) im Ladenetz zur Gesamtverbund gehört. Denn die Stadtwerke müssen untereinander dann auch den Strom von zur Zeit etwa 0,30 Euro pro kWh bezahlen.

Die Idee ist gut. Vielleicht sollte man einfach anbieten, bei fremden Stadtwerke pauschal 0,25 Euro/kWh zu zahlen. Da ist der Preis transparent und der Kunde hat kein "schlechtes Gewissen", wenn er "fremdtankt".

Innogy

Innogy - ehemals RWE - bietet auch zahlreiche Ladesäulen an. Geladen wird über eine App; abgerechnet über die Kreditkarte. Kurios: Innogy Ladesäulen werden auch in der newMotion App angezeigt, können aber oft nur über die Innogy App gestartet werden (z.B. Ibbenbüren, Bad Bentheim).

Maingau

Maingau hat in Sachen Elektromobilität ein cleveres Konzept: Mit dem MAINGAU Autostromtarif EinfachStromLaden können Sie an mehr als 23.000 Ladepunkte in Europa ansteuern - davon sind etwa 7.000 Ladepunkte in Deutschland - für nur 2 Cent/min* kann man als MAINGAU Energie-Kunde das E-Fahrzeug aufladen. Des Weiteren kann man für 5 Cent/min auch ohne einen Strom- oder Gasvertrag günstig an öffentlichen Ladesäulen “tanken”. Kosten entstehen nur, wenn das E-Fahrzeug tatsächlich geladen wird.

Auch pfiffig: die Maingau Wallbox die zwischen 599 Euro* bis 999,- Euro kostet und bei einem zu Hause installiert wird. Wichtig eventuell für Leute, die vielleicht mittags für eine Stunden nach Hause kommen und dann schnall laden müssen.

Wer also häufig laden muss, wird vermutlich den Stromanbieter wechseln. Denn mit einem Langsamlader benötigt man oft mehr als 2 Stunden = 6 Euro für etwas 55 km Reichweite. Während man zu Hause für etwa 9 kWh gerade mal unter 3 Euro bezahlt. Mit der 2 Cent/Minute Option lädt man außerhalb so günstig wie zu Hause.

MainGau wallbox

Chaos - Kein Strom mit dieser App

innogy ladesaeule 640Wenn wir mit einem Elektroauto oder mit einem PlugIn-Hybrid unterwegs sind, versuchen wir sooft wie möglich Erfahrung zum Thema Ladenetz, Schnelllader und so weiter zu sammeln. Viele Apps z.B. newMotion auch "Charge & Fuel" zeigen nicht nur an wo die Ladestationen sind, sondern auch, ob diese frei sind. Wichtig vor allem für den Elektromobilist, der mit den letzten kWh unterwegs ist und dringend eine Ladestation braucht.

Ärgerlich ist, was uns in Ibbenbüren passiert ist: Wenn man nur eine Ladestation hat (2 Lademöglichkeiten), diese auch von newMotion verzeichnet ist und man dann doch nicht laden kann, weder via App noch per Karte. Da hilft nur ein Anruf beim Anbieter Innogy, der hat uns dann freundlich weiter half und freigeschaltet hat. Nächste Handlung: wir haben die Innogy App (siehe oben) geladen -- man muss allerdings beachten, dass diese eCharge heißt.

Preise - welchen Anbieter nehme ich?

Wie erwähnt: wenn man rein elektrisch unterwegs ist und man dringend Strom braucht, ist es vermutlich egal ob ich 10 oder 20 Euro für den Strom bezahlen muss, um nach Hause zu kommen. Ansonsten achten die meisten Elektromobilisten allerdings schon darauf, dass es nicht zu teuer wird; schließlich zahlt man schon mehr Geld bei der Anschaffung.

Undurchsichtig ist oftmals allerdings der Zahlungsmodus: Entweder zahlt man "nur" für den Strom, der wird mit der App geschätzt wird und man weiß ziemlich genau, wie teuer eine Ladung wird. Manchmal zahlt man alerdings für die Länge der Ladung zusätzlich noch einen Startpreis oder für die Standzeit, obwohl man nicht lädt. Für die Standzeit zu zahlen kann nicht nur "Abzocke" sein, sondern auch den Elektromobilisten disziplinieren schnell die Ladesäule frei zu machen, weil andere auch laden wollen / müssen.

Fazit

tesla ladesaeule 640Die Bundesregierung und die EU kümmern sich so ziemlich um alles… Transparent ist das ganze Ladegeschäft allerdings noch nicht und auch die kostenlosen Lademöglichkeiten werden spätestens dann der Vergangenheit angehören, wenn man mit Elektromobilität Geld verdienen kann. Ich erinnere an die kostenlose Scheckkarte, das kostenlosen Internet-Konto und viele andere Aktionen mehr.

Wichtiger Hinweis: Dieses Dokument werden wir regelmäßig erweitern, da die nächsten PlugIn schon fast vor der Tür stehen und laden: der Ford Mondeo PlugIn Hybrid und der Volvo VC60 PlugIn (Twin Engine). Der Porsche Cayenne PlugIn, Audi e-tronic, Kia Niro EV und der Nissan Leaf sind geplant. Wir versuchen auch einen BMW (i3) zu bekommen - haben aber leider wenig Hoffnung, obwohl es natürlich ein toller Vergleich wäre.

* Alle Preise ohne Gewähr Stand 05/2018

Linktipps

Fotos © 2017 - 2018 Redaktionsbüro Kebschull, MainGau Pressefoto

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. Mai 2018 09:18

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