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Tesla in Austin Texas


AIMG 1622 150utomobiler Fortschritt definiert sich zur Zeit noch durch Tesla. In Deutschland ist es ja leider eher schwierig, einen Tesla zu testen. Dieses ist in Amerika deutlich einfacher. Wir haben die Chance ergriffen, ein Tesla Model 3 zu fahren.

 

Der Tesla Model 3 ist verfügbar

Wir haben bei Tesla in Austin, Texas angerufen. „No problem“, hieß es und wir haben auch prompt einen Termin am gleichen Tag bekommen. Bei Ankunft war schon der Verkaufsraum ziemlich cool: alle drei Fahrzeuge Model X, Model S und auch Model 3 glänzen in voller Pracht. Leider dann doch die Hiobsbotschaft: Da ich „nur“ einen deutschen Führerschein habe, bin ich leider lediglich als Beifahrer mit dabei. Egal, Hauptsache man hat mal einen Tesla Model 3 erlebt.

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Model X

IMG 1649 Model X 350Sehr cool, dieser riesige SUV — als 6-Sitzer, er kann aber auch als 7-Sitzer bestellt werden. Man hat Platz ohne Ende, alles ist sehr elegant, dennoch cool, mit witzigen, teilweise sehr verspielten Extras. Zum Beispiel schließt die Tür automatisch, wenn man die Bremse betätigt und vieles mehr.

Model S

Den Tesla Model S bin ich schon einmal etwa eine Stunde in Deutschland gefahren. Sehr beeindrucken, er fühlt sich wie ein Porsche an, ist auf jeden Fall ein Sportwagen und bekommt jetzt Konkurrenz im eigenen Hause vom Model 3.

Gern würde ich mal einen Tesla – egal welchen – über einen längeren Zeitraum testen. Beeindruckend ist natürlich das Laden an einem Supercharger: ein kurzer Stopp und schon hat man wieder eine Reichweite von mehr als 100 Kilometer. Im Vergleich - wie bereits erwähnt - braucht der Renault Zoe mal locker 24 Stunden von fast 0% auf 100% zu gelangen.

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Model 3

IMG 1628Das Model 3 soll ja die Speerspitze von Tesla werden und endlich Geld in die Kassen von Tesla spülen. Denn Visionen hat der Tesla Boss Elon Musk — aber auch den Mut diese Ideen umzusetzen. Aber irgendwann wollen die Investoren auch, dass wieder Geld zurück fließt.

Das Model S hat auf jeden Fall das Zeug dazu: er sieht gut aus — fast so gut wie Model S — ist flott, hat eine enorme Reichweite und ist im Vergleich zum Model S oder Model X deutlich günstiger.

Eine Stunde Testfahrt

Dann mal los — wenn auch nur als Beifahrer. Aber mein Fahrer kann mit solchen Autos gut umgehen, so dass man auch als Beifahrer einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit bekommt. Der Antritt ist beeindruckend: klar, typisch Elektroauto, mächtiges Drehmoment von Anfang an.

Sehr cool ist das riesige Display. Warum gibt es sowas nicht in anderen Autos? Auf einer Landstraße kann der Model 3 dann zeigen, dass er nicht nur Reichweite, sondern auch Kurven kann. Zurück auf der Schnellstraße dann noch ein Leckerchen: ein U-Turn ohne Verkehr, wo man dem Model 3 sogar etwas in den Drift bekommt.

Einparken geht natürlich automatisch

Sehr cool auch das automatische (autonome) Fahren. Der Tesla erzeugt ein sicheres Gefühl, lenkt und hält den richtigen Abstand. Ziemlich perfekt. Ein großer Schritt in Richtung komplett autonomes Fahren. Obwohl man natürlich, gerade wenn man das noch nicht so oft erlebt hat (s.a. Volvo XC60), immer „auf dem Sprung“ ist.

Das Einparken in der Tesla Tiefgarage geht natürlich automatisch. OK, das können die meisten anderen Autos auch, die wir getestet haben. Dann muss man nur den Ladestecker hinten links an eine Klappe halten — und simsalabim, sie öffnet sich automatisch. Cool!

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Verarbeitungsqualität

Wir hatten schon oft das Thema. Mittlerweile haben die meisten Hersteller deutlich aufgeholt. Ford, Peugeot, Citroën und Co. sind nah dran an Audi, BMW, Mercedes und anderen Topp-Herstellern.

Aber in diesem Segment hat Tesla noch deutlich Nachholbedarf. Vielleicht hat man als Tester da einen etwas kritischeren Blick. Aber so einige Verarbeitungsmängel waren sehr einfach zu entdecken und sind schon ärgerlich. Egal, alles in allem ein sehr cooles Auto und vermutlich meine erste Wahl, wenn ich mich heute für ein Elektroauto entscheiden müsste.

Daten

  • Verkauf Start in Deutschland:2. HJ 2019
  • Kosten für Long Range 57.900 Euro*
  • Reichweite Longrange 544 km (Herstellerangabe)
  • Basismodel: könnte ab ca. 31.000 Euro starten, vermutlich aber eher 35.000 Euro (+ Extras)
  • Geschwindigkeit: 233 km/h, 0-100 km/h : 4,8 Sekunden
  • Performancemodel: 3,5 sec, 250 km/h, 530 km Reichweite
  • Ladezeit ab Supercharger 30 Minuten für 270 km

Fazit

Tesla hat in Sachen Elektromobilität einen ziemlichen Vorsprung. Aber der Abstand wird schmaler und schmaler. Hyundai und Kia bauen ebenfalls richtig gute Elektroautos. Audi ist mit dem e-tron startklar und wir hoffen, dass wir das Fahrzeug Mitte 2019 vorstellen können. Porsche will Ende 2019 ready for the E-Car sein. Spannend sicher auch der Citroën DS3, der meiner Meinung eher in die richtige Richtung geht: ein kleines und bezahlbares eAuto, mit Schnellladeoption und vernünftiger Reichweite. Ich bin gespannt, was 2019 zu bieten hat.

Alle Preise ohne Gewähr, Stand: 12/2018

Linktipps

  • Autofahren in den Staaten (folgt)

Fotos © 2018 Redaktionsbüro Kebschull

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. Januar 2019 07:08

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