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Opel Insignia V6 4x4


Opel Insignia V6 4x4 Die Insignia der Macht

Felix SutschekIn Zeiten wie diesen, gelten nur Flottenverbrauch und CO2 Emission als verkaufsfördernd. Da erscheint es geradezu verwegen, ausgerechnet von dem Hersteller, der so sehr auf ein grünes Image setzt, ein solches Fahrzeug auf den Markt zu lassen.

Wo Opel sonst auf Fahrzeuge wie den Ampera setzt, auf den Astra EcoFlex, oder Corsa EcoFlex, die alle mit Sprit und CO2 Ausstoß geizen, wird hier bei diesem Insignia V6 4x4 dergleichen schlicht außer Acht gelassen. Dieses Auto konkurriert mit Audi A4, vielleicht sogar A6, BMW 5er und fast schon Mercedes E-Klasse. Vor allem mit den gut ausgestatteten Raumgleitern will es der Insignia aufnehmen.

Von Außen unverkennbar ein Insignia geblieben, deutet nichts auf den 260 PS starken Motor hin. Einzig der Schriftzug hinten rechts, V6 4x4, lässt erahnen, was hier für ein Modellathlet im Designeranzug steckt.

Innen chic

Der Materialmix im Innenraum gibt keinerlei Grund zu irgendwelcher Kritik, und die Verarbeitung in unserem Testwagen ist mehr als Mustergültig. Ich habe schon in einem Porsche Boxster schlechtere Materialqualität erlebt, als Beispiel genannt sei hier die Sonnenblende.

Die Bedienung ist nicht immer intuitiv, wenn man aber schon mal in einem neueren Opel gesessen hat, kommt man sofort klar. Besonders positiv fällt sofort auf, dass Opel sich im Insignia einen eigenständigen Lichtschalter gönnt. Nicht dieser Einerlei-Krampf den alle von VW sich haben aufzwingen lassen, mit dem die meisten das Nebelschlusslicht einschalten wenn sie „cool“ sein wollen.

Gut, dass der Insignia Lichtautomatik mit Fernlichtassistent hat, versteht sich fast von selbst, aber dass ich sowohl für Nebellicht als auch für die Nebelschlussleuchte eine eigene Taste habe, ist schon fast revolutionär. Und dass mir das Einschalten der Nebelleuchte oder der Nebelschlussleuchte auch noch in den Instrumenten angezeigt wird, muss ich einfach lobend erwähnen. Wenn das Auto jetzt auch noch automatisch die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzen würde, wenn der Fahrer die Nebelschlussleuchte einschaltet, dann müsste ich den Insignia für den Bereich Licht als perfekt bezeichnen. Mustergültig ist er aber auch so.

Raumgleiter mit adaptiven Dämpfern

Fahren kann er übrigens auch. Nur dass man davon kaum was (Negatives) mitbekommt. Er ist der sprichwörtliche Raumgleiter. Die adaptiven Dämpfer arbeiten exzellent und bügeln fast alles raus was Deutschlands mitgenommene Landstraßen so bieten. Der Motor säuselt leise und nahezu unhörbar vor sich hin, zieht von ganz unten sauber raus und dreht munter und immer noch unhörbar bis ganz hinauf. Einzig die Automatik trübt etwas das vergnügen, als Wandlerautomatik der alten Schule, gehen die Gangwechsel nicht ganz so weich von statten, mit unter vor allem an Stellen, an denen man sie nicht erwartet. Das stört aber den Fahrer mehr als den Beifahrer. Und dem Gefühl des souveränen Gleitens tut es keinen Abbruch.

Wem das Gleiten dann zu bequem wird, kann auch die Sport-Taste drücken. Dann ändert sich die Gaspedal-Kennlinie, die Automatik schaltet später und das Fahrwerk wird deutlich härter. Einen echten Sportwagen macht das jetzt nicht aus dem Insignia, aber man ist nicht mehr weit davon entfernt. Seine eigentliche Domäne ist aber das Gleiten mit hohen Reserven. Der Allradantrieb zieht den Insignia aus allen Ecken sicher raus, der Motor hat immer Reserve und die Automatik nimmt einem die Arbeit ab. Die Helferlein, die man sich dazuordern kann, erleichtern das Fahren dann noch mehr.

Fazit: Der Insignia V6 4x4 ist ein eleganter und potenter Gleiter allererster Güte der auf pseudosportlichkeit größtenteils verzichtet. Selbst der Verbrauch bleibt mit etwa.9 Litern auf 100 Kilometern moderat.

Fotos © Felix Sutschek | Redaktionsbüro Kebschull

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 06. Mai 2014 15:57

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